Versuch nach einem Friseurbesuch. - Entschädigung von 2500 Euro für Struwwelpeter-Haar
Das Landgericht Koblenz hat diesen Zivilprozess zum "Fall des Monats April" ernannt. Der Fall: Eine Frau mit mittellangem Haar entschied sich für eine Anti-Permanent-Wellen-Behandlung, da diese in letzter Zeit bei Prominenten wie Taylor Swift und Jennifer Aniston sehr beliebt war. Leider hat der Friseur angeblich ein ungeeignetes Produkt zur chemischen Haarglättung verwendet.
Das Ergebnis war ungepflegtes, kaputtes und verfilztes Haar, so dass die Kundin gezwungen war, sich sofort mehr als zehn Zentimeter abschneiden zu lassen. Die Frau verließ fast ein Jahr lang kaum das Haus und trug hauptsächlich Hüte oder Mützen, um ihr entstelltes Haar zu verbergen.
Für ihr Leid und die hohen Haarpflegekosten forderte sie insgesamt 10.000 Euro Schadensersatz und Entschädigung.
Eine erhebliche psychische Beeinträchtigung
Das Gericht erkannte eine "erhebliche psychische Beeinträchtigung" an und wertete den Haarausfall als eine Form der Körperverletzung. Allerdings erhält die Klägerin nur 2.500 Euro Schmerzensgeld.
Der Friseur hat noch die Möglichkeit, gegen diese Entscheidung Berufung einzulegen, da das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Die Haare der Struwwelpeter-Kundin sind inzwischen wieder schulterlang.
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Quelle: symclub.org